Eure Geschichten und Learnings der nicht geförderten Projekte aus dem BMG-Frauengesundheits-Call – wie machen wir weiter?
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Dass Frauengesundheit langsam höher auf der Prioritätenliste der Politik rückt, ist natürlich eine gute Nachricht. Dass von den hunderten (!) von Einreichungen im BMG-Call zur Frauengesundheit im Frühjahr 2026 nur eine Handvoll von Projekten gefördert wird (herzlichen Glückwunsch an die Kolleg*innen!), hat uns aber gleichzeitig nachdenklich gemacht. Angesichts der weiterhin großen Forschungslücken und der immer noch unzureichenden Förderstrukturen stellt sich die Frage: Wie gehen wir mit all den für die Schublade zu guten Ideen um, die es nicht in die Förderung geschafft haben?
In Anlehnung an die sogenannten Fuckup Nights, die in der Wirtschaft dem Austausch über berufliche Fehler, Misserfolge und gescheiterte Geschäftsideen dienen, wollen wir uns über unsere Projektskizzen für den BMG-Frauengesundheits-Call austauschen.
Wir wollen eine solidarische Plattform in Form einer Mini-Online-Konferenz schaffen, in der wir uns gegenseitig unterstützen, voneinander lernen und vielleicht dabei ganz neue Ideen, Partnerschaften und Synergien miteinander entwickeln können.
Wir wollen damit bewirken, dass unsere Forschungsideen, Methodenvielfalt, Lösungsansätze, Innovationspotentiale, Partizipationsstrategien und nicht zuletzt Herzblut nicht wieder zurück in die Schublade wandern.
Neben der Sichtbarmachung guter Ideen zur Bearbeitung von zentralen Forschungslücken im Bereich der Frauengesundheit geht es aber auch darum, sichtbar zu machen, wer an ähnlichen Themen arbeitet und wo mögliche Mitstreiterinnen sitzen. Gerade auch für Nachwuchswissenschaftlerinnen kann der Austausch wertvoll sein: Wie übersetze ich eigentlich eine gute Idee in ein überzeugendes Proposal? Was hat am Antrag gut funktioniert – und was würde ich beim nächsten Mal anders machen?
Am Ende wollen wir einen Auftakt schaffen für eine Kartierung von (noch) nicht geförderten Forschungsthemen und -ansätzen, um gegen Silo-Denken in der Wissenschaft vorzugehen und zu zeigen, was die Zukunft der Frauengesundheitsforschung noch zu bieten hat.
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Am Freitag, den 06.11.2026, über Zoom (Link folgt)
Anmeldefirst: 29.10. Wir melden uns dann bis zum Montag, den 02.11. mit dem Link zum Zoom sowie einer Programmübersicht.
Eingeladen sind neben den nicht Geförderten und ggf. ihren Verbundbeteiligten auch alle anderen Interessierten und besonders auch Nachwuchswissenschaftler*innen.
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Alle, die ihr nicht gefördertes BMG-Projekt vorstellen wollen, präsentieren ihre Projektidee in einem Pitch in fünf Minuten und reflektieren: Was lief gut? Was würden wir beim nächsten Mal anders machen? Wie war der Prozess? Und wie könnte es mit der Idee weitergehen?
Wir werden die Beiträge thematisch clustern und anschließend themenspezifische Breakout-Sessions für vertiefende Fragen und v.a. Vernetzungsmöglichkeiten anbieten.
Bei Fragen und Bedenken schickt gerne eine E-Mail an: [email protected]
Offen über eigene Forschungsideen zu sprechen, ist im oft von Konkurrenz geprägten Wissenschaftsbetrieb keine Selbstverständlichkeit. Deshalb gilt bei uns: Ideen bleiben bei denen, die sie vorstellen. Wer anknüpfen möchte, meldet sich und denkt gemeinsam weiter.
“Zu gut für die Schublade” ist eine Initiative von Julia Zielke (Oldenburg), Christina Prediger (Berlin), Kathleen Pöge (RKI), Johanna Budke (Bielefeld), Rieka von der Warth (Bonn) sowie der AG Gender und Intersektionalität (DGSMP) und AG Geschlecht und Gesundheit (DGMS).