Hallo zusammen,

es fällt mir nicht leicht, diesen Spendenaufruf zu schreiben. Lange habe ich überlegt, ob ich diesen Schritt überhaupt gehen soll. Aber ich möchte die Chance auf ein Leben mit weniger Schmerzen nicht an den finanziellen Kosten scheitern lassen.

Ich leide jetzt seit etwa 10 Jahren an Osteochondrosis dissecans (OCD), zu erst nur im linken und seit paar Jahren auch im rechten Sprunggelenk.

Bei dieser Erkrankung ist der Knochen direkt unter dem Gelenkknorpel geschädigt. Dadurch kann auch der Knorpel in Mitleidenschaft gezogen werden, der normalerweise dafür sorgt, dass sich ein Gelenk möglichst reibungslos bewegen kann.

Schmerzen begleiten mich schon seit vielen Jahren. Nicht nur beim längeren Laufen oder Stehen, sondern teilweise auch dann, wenn ich eigentlich gar nichts mache. Selbst alltägliche Dinge, über die andere kaum nachdenken müssen, können für mich zu einer Herausforderung werden.

Besonders belastend ist für mich, dass ich nie genau weiß, wie viel ich meinen Füßen zumuten kann. An manchen Tagen treten die starken Schmerzen schon nach kurzer Belastung auf, während ich an anderen Tagen deutlich länger durchhalte. Oft kann ich vorher nicht einschätzen, wann meine Grenze erreicht ist und selbst wenn ich zunächst kaum Beschwerden habe, werden die Schmerzen anschließend so stark, dass sie mich noch mehrere Tage begleiten.

Mit der Zeit hat sich dadurch vieles verändert. Unternehmungen sind schwieriger geworden, ich musste immer häufiger auf Dinge verzichten und habe mich zunehmend zurückgezogen.

Auch meine Zukunft beschäftigt mich sehr. Ich möchte wieder mehr Möglichkeiten haben, meinen Alltag selbst bestimmt zu gestalten und mir etwas aufbauen zu können, ohne ständig Angst davor zu haben, dass meine Füße nicht mitmachen.

Über die Jahre ist meine Erkrankung längst nicht mehr nur zu einer körperlichen, sondern auch zu einer seelischen Belastung geworden.

Ich habe immer wieder versucht, trotz meiner Einschränkungen weiterzumachen, meinen Alltag zu bewältigen und auch beruflich Fuß zu fassen. Dabei habe ich mich teilweise Tätigkeiten gestellt, von denen ich eigentlich schon wusste, dass sie meine körperlichen Grenzen überschreiten.

Doch statt Verständnis für meine Situation zu erfahren, bin ich aufgrund meiner Erkrankung auch immer wieder auf Ablehnung und Unverständnis gestoßen.

Diese Erfahrungen haben mit der Zeit Spuren hinterlassen. Mittlerweile fällt es mir schwer, mich überhaupt noch an neue Dinge heranzutrauen. Nicht, weil mir der Wille fehlt, sondern weil die Angst gewachsen ist, erneut an meinen körperlichen Grenzen zu scheitern oder wieder auf Ablehnung zu stoßen.

Es ist schwer, sich eine Zukunft aufzubauen, wenn man einerseits unbedingt vorankommen möchte, andererseits aber immer wieder die Erfahrung macht, dass der eigene Körper nicht mitspielt.

Zu der OP

In der Vergangenheit wurde bereits versucht, meine Beschwerden operativ zu behandeln. Leider blieb die erhoffte Verbesserung aus.

Nun war ich in der Klinik Rummelsberg, die auf Erkrankungen und die Behandlung von Fuß und Sprunggelenk spezialisiert ist. Dort wurde mir eine weitere Behandlungsmöglichkeit aufgezeigt, die mir neue Hoffnung gibt.

Geplant sind zwei Operationen, da beide Sprunggelenke betroffen sind. Dabei soll jeweils eine AMIC/PBC-Behandlung in Kombination mit einer Bandstabilisierung durchgeführt werden. Vereinfacht erklärt soll bei der AMIC/PBC-Behandlung der geschädigte Bereich im Gelenk versorgt und die Bildung von Ersatzknorpelgewebe unterstützt werden. Gleichzeitig sollen durch die Bandstabilisierung die Voraussetzungen für ein stabileres Gelenk verbessert werden.

Natürlich weiß ich, dass auch diese Operationen keine Garantie dafür sind, dass ich anschließend schmerzfrei sein werde.

Aber sie geben mir die Hoffnung, dass sich meine Beschwerden zumindest deutlich verbessern und ich langfristig wieder mehr Lebensqualität gewinnen kann.

Warum ich um Unterstützung bitte