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Forschungsprojekte und wissenschaftliche Arbeitsfelder von Dr.-Ing. Manfred Neugebauer

Die folgenden Abschnitte dokumentieren die wesentlichen Forschungsprojekte und wissenschaftlichen Arbeitsfelder von Dr.-Ing. Manfred Neugebauer zwischen 1977 und 1992 sowie deren wissenschaftliche Einordnung. Die Darstellung beruht auf veröffentlichten Fachpublikationen, archivierten Quellen, zeitgenössischer Presseberichterstattung und dokumentierten Forschungsergebnissen. Sie verdeutlicht die Entwicklung eines interdisziplinären Forschungsansatzes, der historische Bauforschung, Kulturlandschaftsanalyse, Archäologie, Denkmalpflege und Museumswissenschaft miteinander verbindet.

Lübeck (1977–1980)

Im Sonderforschungsbereich 17 „Skandinavien- und Ostseeraumforschung“ der Universität Kiel arbeitete Dr.-Ing. Manfred Neugebauer an interdisziplinären Forschungsprojekten zur Baugeschichte der Hansestadt Lübeck. Im Mittelpunkt standen historische Bauforschung, Bauarchäologie und die Rekonstruktion mittelalterlicher Bau- und Siedlungsstrukturen. Parallel hierzu übernahm er die Schriftleitung der wissenschaftlichen Reihe „Lübecker Schriften zur Archäologie und Kulturgeschichte“.

Presseberichte zur Tätigkeit in Lübeck im Rahmen des SFB 17 der Universität Kiel (1980).                                                          Wiedergabe im Rahmen des Zitatrechts (§ 51 UrhG).

Presseberichte zur Tätigkeit in Lübeck im Rahmen des SFB 17 der Universität Kiel (1980). Wiedergabe im Rahmen des Zitatrechts (§ 51 UrhG).

Westfalen (1980–1982)

Als wissenschaftlicher Referent im Westfälischen Amt für Denkmalpflege in Münster führte Dr.-Ing. Manfred Neugebauer bauhistorische und archäologische Untersuchungen an mittelalterlichen und neuzeitlichen Baudenkmälern durch. Darüber hinaus war er Schriftleiter der wissenschaftlichen Reihe „Denkmalpflege und Forschung in Westfalen“.

Zeitungsbericht zur Tätigkeit im Westfälischen Amt für Denkmalpflege (1980). Wiedergabe im Rahmen des Zitatrechts                  (§ 51 UrhG). Foto: © Dr.-Ing. Manfred Neugebauer.

Zeitungsbericht zur Tätigkeit im Westfälischen Amt für Denkmalpflege (1980). Wiedergabe im Rahmen des Zitatrechts (§ 51 UrhG). Foto: © Dr.-Ing. Manfred Neugebauer.

Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen (1982–1992)

Umsetzung eines integrativen museologischen Konzepts mit interdisziplinärer Forschung sowie der Rekonstruktion historischer Lebensräume.

Museumsareal als Kulturlandschaft und Gesamtexponat (Ausschnitt, 1992). © Dr.-Ing. Manfred Neugebauer.

Museumsareal als Kulturlandschaft und Gesamtexponat (Ausschnitt, 1992). © Dr.-Ing. Manfred Neugebauer.

Konzeptionelle Leistung und wissenschaftliche Innovation

Das entwickelte Konzept transformierte das Museum von einer Sammlung einzelner Objekte zu einem integrativen Forschungs- und Erfahrungsraum. Im Zentrum stand die Erweiterung des Exponatbegriffs: Nicht Einzelobjekte, sondern Kulturlandschaften als komplexe Systeme wurden erschlossen. Dieser Ansatz wurde in der Fachliteratur als Beitrag zur Weiterentwicklung der Freilichtmuseologie eingeordnet. 1991 wurde dieses wissenschaftliche Konzept vom Verband Europäischer Freilichtmuseen als Beispiel einer „neuen Generation europäischer Freilichtmuseen“ anerkannt. Diese Einordnung ist in der wissenschaftlichen Literatur dokumentiert (Denecke/Daxelmüller 1994).

Museumsgelände als Kulturlandschaft und Gesamtexponat 1992 mit geplanten Erweiterungen: a–b = Standorte weiterer Exponatgebäude, c = geplanter Wiederaufbau des „Gütl“ aus Brunn im Juradorf (1993), d = Standort der „Stadtmark“, e = Standort der „Ödung“.                 © Dr.-Ing. Manfred Neugebauer.

Museumsgelände als Kulturlandschaft und Gesamtexponat 1992 mit geplanten Erweiterungen: a–b = Standorte weiterer Exponatgebäude, c = geplanter Wiederaufbau des „Gütl“ aus Brunn im Juradorf (1993), d = Standort der „Stadtmark“, e = Standort der „Ödung“. © Dr.-Ing. Manfred Neugebauer.

Interdisziplinäre Forschung